Oeko-Tex-Gewebe
In der Textilwelt gibt es so viele Labels, dass man leicht den Überblick verlieren kann. Jedes Label hat seine eigenen Qualitätskriterien hinsichtlich Material und Herstellungsverfahren. Heute konzentrieren wir uns auf das Oeko-Tex-Label, das Sie auf unseren Stoffschürzen finden.
Was ist ein Oeko-Tex-Gewebe?
Oeko-Tex ist ein internationales Label, das 1992 in Deutschland gegründet wurde.
Aber welchen Zweck hatte dieses Label? Dieser Standard gilt für alle Textilartikel, um die Qualität der Stoffe zu gewährleisten.
Ziel dieses Labels ist es, die Abwesenheit schädlicher Substanzen in Textilien zu garantieren, die die Gesundheit der Verbraucher gefährden könnten. Schwermetalle, Pestizide, Phthalate, Benzol … Sie wären möglicherweise unangenehm überrascht, diese giftigen Substanzen in einem nicht zertifizierten Stoff zu finden. Ein Öko-Tex-zertifizierter Stoff garantiert Ihnen daher ein Textil, das frei von Schadstoffen ist – gut für Sie und die Umwelt.
Warum sollte man sich für einen Oeko-Tex-Stoff entscheiden?
Das Öko-Tex-Label ist ein Qualitätssiegel für den Lieferanten und bietet seinen Kunden mehr Transparenz hinsichtlich der Rückverfolgbarkeit und Konformität der Stoffe. Tatsächlich ist für 44 % der Franzosen langlebige und gesundheitlich unbedenkliche Kleidung, die keine Schadstoffe enthält, eines der wichtigsten Kriterien*.
Während wir zunehmend über die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln informiert werden, ist die Rückverfolgbarkeit von Kleidung noch immer sehr unklar, da die Produktionskette im Allgemeinen vollständig globalisiert ist.

Das Oeko-Tex-Label setzt sich international für den Schutz unseres Planeten ein, indem es einen verantwortungsvolleren Handel fördert. Lieferanten profitieren von dieser Zertifizierung, da sie die Sicherheit ihrer Rohstoffe garantiert und die Echtheit der Stoffe nachweisen kann. Darüber hinaus stellt das Label hohe Anforderungen: 18 Forschungsinstitute in Europa und Japan führen strenge Tests durch. Ziel ist es, Produkte durch zahlreiche Prüfungen zu analysieren und zu kontrollieren, um die Schadstofffreiheit der Materialien zu gewährleisten.
Was sagt das Gesetz zu Oeko-Tex?
Für Textilfachleute gilt in Europa die REACH-Richtlinie, die Hersteller verpflichtend einhält. Die REACH-Verordnung der Europäischen Union ist zudem mit dem Oeko-Tex-Label verknüpft.
Keine Panik, die REACH-Verordnung ist nicht sehr kompliziert zu verstehen.
Im Jahr 2007 wurde eine Verordnung verabschiedet, um die sichere Herstellung und Verwendung chemischer Stoffe in der europäischen Industrie zu gewährleisten. REACH steht für Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Diese Verordnung hat Auswirkungen auf zahlreiche Unternehmen, da sie verschiedene Branchen umfasst, darunter Textilien, Reinigungsmittel und Elektrogeräte.
Die Einhaltung der REACH-Verordnung verpflichtet Unternehmen zur Registrierung der von ihnen in der Europäischen Union vermarkteten Stoffe. Unternehmen sind verpflichtet, transparent zu sein und nachzuweisen, dass die Stoffe sicher verwendet werden und kein Risiko für die Gesundheit der Verbraucher darstellen.
Welche verschiedenen Arten von Zertifizierungen gibt es?
Das Oeko-Tex Institut differenziert sich durch verschiedene Zertifizierungen: Eco Passport, Detox to Zero, Standard 100, Leather Standard, Made in Green & My Step.
Jede der Zertifizierungen hat ihre eigenen Merkmale, zum Beispiel Leather Standard, um zu bescheinigen, dass Lederprodukte nicht schädlich sind, oder My Step, um Unternehmen zu qualifizieren, die Umweltprozesse und Arbeitsbedingungen respektieren.

Das renommierteste Gütesiegel ist Standard 100. Dieses Siegel analysiert und testet jede einzelne Komponente, um die Abwesenheit schädlicher Substanzen in den Produkten zu gewährleisten. Unsere in Frankreich hergestellten Schürzen tragen dieses Siegel.
Ein nach Oeko-Tex Standard 100 zertifizierter Stoff wurde in jeder Produktionsphase, von den Rohstoffen bis zum Färben des Produkts, geprüft, um die völlige Abwesenheit schädlicher Chemikalien zu gewährleisten.
Der Standard 100 ist in 4 verschiedene Produktklassen unterteilt:
Klasse 1: die anspruchsvollste: betrifft Artikel für Babys unter drei Jahren
Klasse 2: Artikel, die mit der Haut in Berührung kommen (Unterwäsche, Bettwäsche, T-Shirts oder Socken)
Klasse 3: Gegenstände, die nicht in direkten Hautkontakt kommen (Jacken, Mäntel usw.).
Klasse 4: Haushaltsgegenstände (Tischdecken, Vorhänge, Tischwäsche…)
Das Standard-100-Label steht für Qualität und Vertrauen. Es gilt für Textilprodukte und beinhaltet strenge Tests, um das Risiko gesundheitsschädlicher Substanzen zu minimieren.
*Quelle: Ipsos-Studie unter 1086 Franzosen, die vom 3. bis 9. September 2019 online befragt wurden.

